Relax - auch wenn es schwer fällt

Kaffee und Keks (c) Ashley Kirk
Kaffee und Keks
Datum:
Do. 11. Apr. 2019
Von:
Johanna

Heute nach dem Aufstehen habe ich es bemerkt: Ich habe vergessen, hier zu schreiben. Ich muss zugeben, dass ich überhaupt nicht mehr daran gedacht habe. Zurzeit ist der Kopf einfach unglaublich voll mit den verschiedensten Themen, die alle in Verbindung mit der Uni stehen. 

Gestern stand dann die erste Magisterprüfung an. Ich habe ja jetzt im Laufe des Studiums schon einige Prüfungen hinter mich gebracht und kenne meine Aufregung davor. Das gestern war aber schon nochmal eine Spur mehr. Aber gut, jetzt ist das erstmal abgehakt und ich kann in Ruhe weitersehen…direkt zur nächsten Prüfung 😉

Gerade in der letzten Woche vor der Prüfung ist mir eine Sache aber wieder mal deutlich geworden. Ich bin unglaublich dankbar für die Leute um mich herum. Ich glaube, dass ich ohne sie gerade jetzt in der Abschlussphase irgendwann vollkommen am Rad drehen würde. Immer wieder hab ich in der letzten Woche Nachrichten bekommen mit Fragen, wie es mir so geht oder wann denn jetzt eigentlich genau die Prüfung ist. Und am Dienstag kamen dann auch einige Glücks- und Erfolgswünsche. Außerdem braucht es auch immer wieder mal jemanden, der einen aus dem Lernhamsterrad ein bisschen rausholt, oft auch erstmal gegen den eigenen Willen 😉 Das ist mir zum Glück am Montag passiert. Ich wollte eigentlich nur in einen Gottesdienst, dann schnell was einkaufen und so zügig wie möglich wieder zurück an den Schreibtisch. Im Gottesdienst waren dann zufällig noch zwei Freunde aus der Uni. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, immerhin sind ja offiziell noch diese ominösen „Semesterferien“. Danach kam von den Beiden die Idee, dass wir ja noch für ein Gläschen Wein auf die Alte Mainbrücke könnten. (Kurzer Exkurs für die Würzburg-Anfänger: Auf der Alten Mainbrücke in Würzburg gibt es einen Wein-Straßenverkauf, der gerade im Frühling vor allem bei den Touristen sehr beliebt ist. Aber auch so mancher Student gönnt sich ab und an mal ein Gläschen auf der Brücke, die einen wunderbaren Blick auf die Festung und das Käppele bietet). So, zurück zum Thema: Ich wollte mich dann natürlich gleich abseilen, weil der Schreibtisch ja relativ laut gerufen hat. Aber die Beiden wollten mich nicht so schnell gehen lassen, wofür ich ihnen im Nachhinein wirklich dankbar bin. Wir waren ja nicht ewig dort, aber die Zeit und die Gespräche haben dann einfach auch gutgetan. Und das Lernen ging danach sogar ein bisschen besser.

Was ich damit eigentlich sagen möchte: Oft kann es ja im Alltag unglaublich stressig sein und man ist eigentlich nur noch dabei, einen Punkt nach dem Anderen auf unserer To-Do-Liste abzuarbeiten. Da ist es dann einfach wichtig, dass man manchmal auch rauskommt und mal für eine kurze Zeit an was anderes denkt. Und sei es einfach nur für eine Tasse Kaffee. Sonst legt es einen vor lauter Rennerei irgendwann mal auf die Nase. Und wenn man Freunde hat, die einen mal ablenken wollen, dann darf man das ruhig mal zulassen.
Das klingt jetzt recht logisch und in der Theorie wissen wir das ja eigentlich auch alle. Aber in der Praxis ist es halt dann doch oft nicht ganz so leicht. Die Zeit der Entspannung könnte man doch viel besser für andere, produktivere Dinge nutzen. Nur leider halten wir ohne gewisse Momente der Entspannung auch den Momenten der extremen Anspannung nicht stand.
Für alle, die gerade in einer ähnlich stressigen Situation sind: Einfach mal ablenken lassen 😊