Ich bin getauft…!

Am vergangenen Wochenende fanden für die Theologiestudierenden des Bamberger Priesterseminars und des Theologischen Mentorats wieder einmal die Gemeindetage statt. Das hört sich jetzt erstmal recht kryptisch an, ist aber eine schöne Sache.
Die sogenannten Gemeindetage gibt es im Priesterseminar schon sehr lange. Sie bestehen daraus, dass die Seminaristen einmal im Jahr für zwei Tage gemeinsam in eine Pfarrei im Erzbistum Bamberg gehen, dort etwas über die Arbeit und die Situation in der jeweiligen Pfarrei erfahren und Gottesdienste mitgestalten. Seit mittlerweile fünf Jahren fahren auf diese Gemeindetage auch die Theologiestudierenden mit, die sich auf die Arbeit als Pastoralreferent/in im Erzbistum vorbereiten. Diese Gemeindetage haben verschiedene Vorteile. Zum einen lernen die Studierenden dabei das Bistum kennen, in dem sie ja irgendwann einmal tätig sein wollen. Wir kommen ja alle aus den verschiedensten Ecken des Bistums und es ist unglaublich spannend, einen kurzen Einblick in fremde Pfarreien oder Seelsorgebereiche zu bekommen. Außerdem können wir mit unserem Besuch den Leuten vor Ort auch zeigen, dass es durchaus noch theologischen und pastoralen Nachwuchs gibt. Und der ist sogar einigermaßen normal 😉. Ein dritter positiver Aspekt ist, dass wir als zukünftige pastorale Mitarbeiter, egal ob Pastoralreferent/in oder Priester gemeinsam unterwegs sind und uns kennenlernen. Im Studium hat man ja vor allem Kontakt zu den Kommilitonen/innen im eigenen Semester. Bei den Gemeindetagen sind alle Semester vertreten.

Jedes Jahr stehen unsere Gemeindetage unter einem bestimmten Motto. In diesem Jahr war es „Ich bin getauft…!“. In den Gottesdiensten, die wir mitgestalten durften, konnte jede/r von uns ein kurzes Statement abgeben, was es für einen selbst bedeutet, getauft zu sein.

Für mich steht ein wichtiger Aspekt der Taufe auf dem Taufstein meiner Heimatpfarrkirche. Dort ist eingraviert „Du bist mein geliebtes Kind“. Es ist eine Zusage, die ich unglaublich schön finde, die mir sehr wichtig ist und die ich in meinem Leben immer wieder erfahren darf. Ich bin Gottes geliebtes Kind. Und zwar bedingungslos mit all meinen Fehlern und Schwächen. Dieses Angenommensein, diese Liebe ist ein Geschenk, kein Lohn für vorherige Taten.
Aber wie es eben bei Geschenken so ist: man hat für dieses Geschenk auch eine gewisse Verantwortung. Und so sehe ich meine Verantwortung und Aufgabe darin, diese Liebe Gottes an die Menschen um mich herum weiterzugeben. Und zwar im Alltag, nicht nur zu besonderen Zeitpunkten. Und auch nicht nur an bestimmte, ausgewählten Menschen, sondern an die, die gerade um mich herum sind. Das macht mir Freude und es ist für mich auch eine Motivation für den Beruf, den ich anstrebe. Die Botschaft Gottes weiterzugeben, die mich in allen Lebenslagen trägt und stärkt. Und zwar an die Menschen um mich herum, in verschiedenen Altersstufen oder Lebenslagen. Oder um es in einem Satz zusammenzufassen: Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen verbinden.

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